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Hartweizen

Großteil der Durumfelder Kanadas in kläglichem Zustand

Die ungünstigen Vegetationsbedingungen in Kanada treiben die Weizenpreise. Die kanadischen Erzeuger schließen vorerst keine Kontrakte mehr ab, da sie nicht wissen, wie viel sie dreschen werden.
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Die Feldbestandsbonituren in Saskatchewan für überdurchschnittliche Feldbestände an Sommerweichweizen fielen in den vergangenen zwei Wochen um 20 Prozentpunkte auf 50 Prozent. Die als schlecht bis sehr schlecht eingestuften Bestände stiegen um 7 Punkte auf 16 Prozent. Die Bodenfeuchtigkeit hat sich im Laufe der 28. Woche halbiert, so dass nur noch 21 Prozent der Provinz eine angemessene Bodenfeuchtigkeit aufweisen. Der Zustand der Feldbestände in Alberta verbesserte sich in den vergangenen zwei Wochen um einen Punkt auf 46 Prozent überdurchschnittlich. Und die Werte der Bodenfeuchtigkeit blieben im Wesentlichen unverändert. Aber die nächste Hitzewelle ist vorhergesagt.

Der Zustand der kanadischen Hartweizenfeldbestände verschlechtert sich weiter. In Saskatchewan werden nur noch 26 Prozent der Kulturen als überdurchschnittlich eingestuft, 16 Prozentpunkte weniger als noch vor drei Wochen und nicht einmal mehr die Hälfte der 58 Prozent des Vorjahres. Dies ist die zweitschlechteste Erntebewertung für diese Jahreszeit in der jüngeren Geschichte. Rund 34 Prozent der Feldbestände werden aktuell als schlecht oder sehr schlecht eingestuft.

Auch weltweit hat die Durumernte zu kämpfen. In Frankreich war Ende der 28. Woche die Ernte zu 26 Prozent abgeschlossen, Ertrag und Qualität enttäuschen. Unterdessen wurden die nordafrikanischen Länder von der dritten Dürre der vergangenen vier Jahre heimgesucht. Die gesamte Weizenproduktion in Nordafrika wird voraussichtlich 7,3 Millionen Tonnen betragen, 5 Prozent weniger als 2022.

Davon abgeleitet wird die Hartweizenernte 2023 jetzt auf 3,2 Millionen Tonnen avisiert, das wären 0,9 Millionen Tonnen weniger als im bereits schwachen Vorjahr. Im Jahr 2021 waren in Tunesien, Marokko und Algerien noch 5,5 Millionen Tonnen Hartweizen eingefahren worden. Kanadische Vermarktungsmanager raten den Erzeugern aufgrund der weltweit knappen Vorräte und den getrübten Ernteaussichten rund um den Globus, vorerst keinen Hartweizen zu verkaufen.

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