Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Agrarstrukturerhebung Südwest

Weniger Rinder und Schweine, mehr Geflügel

Die Tierhaltung wandelt sich weiter: Höfe im Südwesten halten weniger Rinder und Schweine, aber mehr Geflügel, wie die neueste Agrarstrukturerhebung zeigt.
Veröffentlicht am
/ Artikel kommentieren
Artikel teilen:

Im Jahr 2023 wurden in 20.860 von insgesamt 37.500 landwirtschaftlichen Betrieben in Baden-Württemberg Vieh gehalten. Nach Ergebnissen der Agrarstrukturerhebung des Statistischen Landesamts ging die Zahl viehhaltender Betriebe im Land seit 2020 um 900 oder 4,1 % zurück. Damit bewegte sich die Abnahmerate auf dem Niveau des allgemeinen Betriebsrückgangs in der Südwestlandwirtschaft.

In der Rinderhaltung und im Speziellen in der Milchviehhaltung hält der Strukturwandel an. Die Zahl der Rinder haltenden Betriebe ging zwischen 2020 und 2023 um 8,0 % auf 12.280 zurück. Der Bestand wurde gleichzeitig um 3,2 % auf 898.700 Rinder abgebaut. Mit nur noch 4950 Milchviehbetrieben (-18,6 %), die zusammen 309.700 Milchkühe (-4,8 %) hielten, waren hier prozentual noch stärkere Rückgänge festzustellen. Der Durchschnittsbestand machte einen Sprung von 53 auf 63 Milchkühen je Betrieb.

Noch größere Veränderungen zeigten sich in der Schweinehaltung. Bei nur noch 3430 Schweine haltenden Betrieben im Land, hat etwa jeder siebte Betrieb seine Schweinehaltung seit 2020 eingestellt (-14,5 %). Unter den 850 Betrieben mit Zuchtsauen tat dies sogar jeder Vierte. Zum Stichtag 1. März 2023 waren 1,29 Millionen (Mill.) Schweine in den hiesigen Betrieben eingestallt und damit rund 380.000 Schweine weniger (-22,6 %) als noch 2020. Die Bestandsreduzierung war also prozentual größer als der Betriebsrückgang, wodurch der Durchschnittsbestand von 417 auf 377 Schweine je Betrieb gesunken ist. Das bedeutet, dass auch größere Betriebe ihre Bestände abgebaut haben.

Die Hühnerhaltung wies dagegen eine positive Bestandsentwicklung im Vergleich zu 2020 auf. Die schon seit längerem im Aufwind befindliche Legehennenhaltung konnte ihren Bestand um 5,2 % auf 3,4 Mill. Legehennen steigern. Zudem legte auch die Anzahl an Masthühnern- und -hähnen um 21,6 % auf 1,7 Mill. deutlich zu.

Auf den 2510 Ziegen haltenden Betrieben lebten im Jahr 2023 insgesamt 35000 Ziegen. Damit ist der Ziegenbestand leicht um 3,9 % seit 2020 angestiegen. Dagegen kann beim Schafbestand eine weiterhin rückläufige Tendenz festgestellt werden. Zum Stichtag verteilten sich 233.100 Tiere (-3,3 %) auf 2840 Betriebe in Baden-Württemberg.

Mehr zum Thema:
0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren
Ort ändern

Geben Sie die Postleitzahl Ihres Orts ein.