Kirschessigfliege
Neuartige Falle soll Schadinsekt bekämpfen
Je nach Witterung kann die Kirschessigfliege im Obstbau immense Schäden verursachen. Eine einzige effektive Bekämpfungsmöglichkeit gibt es bislang nicht. Fallen dienen bislang in erster Linie zur Überwachung, ob der Schädling bereits in die Anlage eingewandert ist und sich stärker ausbreitet. Nun soll eine Falle entwickelt werden, die den aus Asien eingeschleppten Einwanderer anlockt und ausmerzt.
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Zusammen mit Forschern der Uni Hohenheim ist eine deutsche Maschinenbaufirma in der Entwicklung der neuartigen Falle involviert. Sie soll die Kirschessigfliege anlocken und abtöten. Unterstützt wird das Projekt durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt mit rund 300.000 Euro. Mit Hilfe von Licht und Duftstoffen sollen die Tiere gezielt in die Falle gelockt werden, wo sie ein kurzer Stromschlag abtötet. Die Falle ziele einzig auf die Kirschessigfliege, andere Insekten würden verschont, heißt es in einer Mitteilung.
Bisherige Ansätze, die Schädlinge mit Fallen zu bekämpfen, lieferten nicht den erhofften Erfolg. Bekannte Abwehrstoffe zeigten keine ausreichende Wirkung, so dass die Fliegen weiterhin ihre Eier in reifen Früchten ablegten. Wirksame Bekämpfungsmittel gegen die eingewanderte Art gefährdeten hingegen auch nützliche Insekten wie Bienen und führten so zu weniger Biodiversität.






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