Neue Perspektiven für heimische Kälber
Wie können die Kälber von Milchviehbetrieben verstärkt hierzulande aufgezogen und später regional vermarktet werden? Hierum ging es in einem digitalen Fachgespräch, das die Landtagsabgeordneten der Grünen, Martina Braun und Martin Hahn, am Dienstag dieser Woche initiiert hatten. Neben der Landestierschutzbeauftragen und dem Landestierschutzverband stellten Vertreter aus Landwirtschaft, der Ökobranche und Wissenschaft ihre Ansätze vor, die Transporte der Jungtiere künftig häufiger zu vermeiden.
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„Tierschutz für Kälber braucht eine faire Entlohnung der Bäuerinnen und Bauern und klare Rahmenbedingungen. Klar ist, dass jedem Kalb, das in Baden-Württemberg aufgezogen werden kann, ein langer Transportweg erspart bleibt“, resümierte Martina Braun als tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion. „Aufzucht, Mast und Vermarktung – für eine Stärkung der Wertschöpfungskette Kalb in Baden-Württemberg gilt es die Weichen zu stellen“, hob Martin Hahn, agrarpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, in seinem Vortrag hervor.
Die Komplexität der Kälberhaltung, -aufzucht und des Transportes wurde durch die verschiedenen Referenten verdeutlicht. Die Berichte der Referenten zeigten auf, dass es bereits verschiedenen Lösungsansätze gibt, die zum Teil schon erfolgreich in der Praxis umgesetzt werden.
In dem Austausch, so Braun, sei deutlich geworden, dass Tierschutz und Nutztierhalter gemeinsam Lösungen anstrebten und auch umsetzen möchten. Dafür werde das Land die Rahmenbedingungen schaffen. „In dem heutigen Fachgespräch ist klargeworden, dass wir in Baden-Württemberg die Chance haben, die Kälberhaltung und regionale Vermarktung attraktiv zu gestalten. Eine nachhaltige Lösung bedeutet betriebsindividuelle Ansätze auf den Höfen und regionale Kooperationen“, ergänzte ihr Parteikollege Martin Hahn.
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