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Welttag des geistigen Eigentums

Schutzrechte für die Pflanzenzüchtung

Im Vorfeld des Welttages des geistigen Eigentums Ende April 2017 weist der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP) auf die Bedeutung von Schutzrechten für die Pflanzenzüchtung hin. Erfahren Sie warum Pflanzenzüchter Handlungsbedarf bei der Nachbauregelung sehen.

 

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Grafik über die Hintergründe von Saat- und Pflanzgut.
Grafik über die Hintergründe von Saat- und Pflanzgut.BDP
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Die landwirtschaftliche Produktion in Deutschland baut zu großen Teilen auf dem Produktionsfaktor Saatgut auf und erwirtschaftet damit einen Gesamtwert von 50 Milliarden Euro. „Züchtungsunternehmen investieren mehr als 15 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung und legen damit den Grundstein für die effiziente und nachhaltige Produktion auf deutschen Äckern und im Stall“, erläutert Dr. Carl-Stephan Schäfer, Geschäftsführer des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter e. V. (BDP).

Investitionen über Nachbaugebühr

Investitionen in neue Sorten können nur erfolgen, wenn der finanzielle Rückfluss über Lizenzeinnahmen gesichert ist. Großen Handlungsbedarf bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen sehen die Züchter im Bereich der Nachbauregelung. „Sie muss praktikabel und praxisnah ausgerichtet werden. Nur so ist der Sortenschutz umfassend wirksam“, betont Schäfer.

Mit Nachbau bezeichnet man den Einsatz der eigenen Ernte zur Wiederaussaat im eigenen Betrieb. In diesem Saatgut steckt weiterhin das geistige Eigentum der Züchter, für dessen Nutzung der Sortenschutz eine sogenannte Nachbaugebühr vorsieht, die der Landwirt entrichten muss.

Auch Patentschutz ist wichtig

Der Sortenschutz als grundlegendes Schutzrecht für die Pflanzenzüchtung ermöglicht Züchtern das Weiterzüchten mit geschützten Sorten ohne Zustimmung des Sortenschutzinhabers und ist mit einem Open-Source-System vergleichbar. „In Ergänzung zum Sortenschutz ist der restriktivere Patentschutz für technische Erfindungen in der Pflanzenzüchtung wichtig. Die beiden Schutzsysteme müssen in einem ausgewogenen Verhältnis stehen, um Innovationen optimal zu stimulieren“, unterstreicht Schäfer.

Der BDP

Der BDP mit Sitz in Bonn und Berlin ist die berufsständische Vertretung der rund 130 deutschen Pflanzenzuchtunternehmen und Saatenhändler aus den Bereichen Landwirtschaft, Gemüse und Zierpflanzen. Mit einer F&E-Quote (Forschung & Entwicklung) von 15,1 Prozent gehört die Pflanzenzüchtung zu den innovativsten Branchen in Deutschland. Rund 5800 Beschäftigte finden in ihr einen Arbeitsplatz und legen mit ihrer Tätigkeit die Basis für eine erfolgreiche Landwirtschaft.

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