Zufriedenstellende Erlöse animieren zu mehr Sojaanbau
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In Anbetracht lebhafter Nachfrage und vergleichsweise hoher Preise erwartet der Internationale Getreiderat (IGC) in den USA eine Flächenausdehnung von fünf Prozent. Gleiches gilt auch für Kanada, da dort aber die hohen Erträge des Vorjahres wohl nicht wieder realisiert werden können, liegt die Ernteprognose mit 6,5 Millionen Tonnen nahe der Vorjahreslinie. Für die USA werden mit 120 Millionen Tonnen rund sieben Prozent mehr avisiert.
Demgegenüber könnte in China die Sojafläche erstmals seit acht Jahren schrumpfen. Basierend auf offiziellen, chinesischen Angaben dürfte das Areal gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent zurückgehen, da die Erzeuger, vor allem im Nordosten, einen Teil der Anbaufläche auf Mais umstellen. Auf Basis von Durchschnittserträgen ergibt sich eine Sojaernte für China im Wirtschaftsjahr 2021/22 in Höhe von 18,7 Millionen Tonnen, rund 4,6 Prozent weniger als zuvor.
Die Prognose des Rates für die Sojaerzeugung in Indien im Wirtschaftsjahr 2021/22 liegt bei 14,3 Millionen Tonnen und damit 4,4 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Zusammen mit größeren Anbauflächen wird erwartet, dass die Erträge im Rahmen des Durchschnitts liegen, da ein normaler Monsunverlauf vorhergesagt wurde.
In der Schwarzmeerregion wird ebenfalls ein Produktionszuwachs avisiert. Dort ist die Aussaat regional bereits beendet. So könnte in der Ukraine die Sojaerzeugung um knapp ein Drittel auf 3,6 Millionen Tonnen steigen, während für Russland mit 8,9 Millionen Tonnen ein Anstieg um ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr prognostiziert wird.
Auch in Südamerika hält der IGC aufgrund der derzeit hohen Sojapreise eine Flächenzunahme zur Ernte 2022 für möglich. Doch die Prognose ist noch sehr vage, weil die noch fast vier Monate entfernt ist. Angesichts einer Reihe von Einflussfaktoren, darunter relativ hohe Preise und eine Zunahme der lokalen und internationalen Nachfrage, werden die Erzeuger in Brasilien ihre Anbauflächen zur Ernte 2022 wahrscheinlich ausweiten. Mit 140,5 Millionen Tonnen wird erneut ein Rekordniveau avisiert.
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