Kleine ukrainische Maisernte begrenzt Importe der EU
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Das sind rund 23 Prozent weniger als im Vorjahr und 25 Prozent weniger als vor zwei Jahren. Im Vorjahr hatten die Importe bereits Anfang November die Marke von sieben Millionen Tonnen geknackt. In diesem Wirtschaftsjahr war das erst Anfang Dezember der Fall. Mit bisher 56 Prozent stammte der Großteil aus Brasilien, das entspricht einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Dort ist das Exportangebot an Mais momentan gering und wird erst durch die Ernten 2021 Jahr wieder aufgestockt. Der Hauptauslöser für die geringeren Importe in diesem Wirtschaftsjahr dürfte aber die kleine ukrainische Maisernte sein. Bisher wurden etwa 24 Prozent von dort geliefert, ein Minus von knapp 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sobald die Ernte in Südamerika beginnt, werden die Maisimporte der EU voraussichtlich an Fahrt aufnehmen.
Die Einfuhren von Hart- und Weichweizen fallen bisher größer aus als im Vorjahr, besonders aus Kanada kam seit Juli mehr als im Vorjahreszeitraum. Mit 11,6 Millionen Tonnen hat die EU-27+Vereinigtes Königreich bisher etwa 17 Prozent weniger Weizen exportiert als im Vergleichszeitraum des Wirtschaftsjahres 2019/20. Der Grund hierfür dürfte in der kleineren Weizenernte der EU liegen. Hierbei fällt vor allem die etwa 26 Prozent kleinere Ernte in Frankreich ins Gewicht. Dadurch steht weniger Ware für den Export zur Verfügung. Auch die Gerstenausfuhren sind gegenüber der Saison 2019/20 zurückgegangen und verbuchen ein Minus von sieben Prozent auf 3,5 Millionen Tonnen.
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