Brüssel bringt Waldhilfen auf den Weg
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„Eine gute Nachricht für die Erwerbsforstwirtschaft“, so Bundeswaldministerin Klöckner. „Uns ist es gelungen, in kurzer Zeit die Kommission zu überzeugen, dass der Wald und die nachhaltige Waldwirtschaft Unterstützung benötigen.“
Flächenwirksame Prämie
Klimastabile, naturnahe Wälder und ihre nachhaltige Bewirtschaftung schützen das Klima, sichern die Biodiversität und sind der wichtigste Erholungsort der Deutschen. Sie liefern den klimafreundlichen Rohstoff Holz und geben Arbeit und Einkommen. Daher hat die Koalition Wald und Holz auch in das Konjunkturpaket mit insgesamt 700 Millionen Euro einbezogen. Allein mit 500 Millionen Euro soll eine besonders nachhaltige Waldwirtschaft mit einer Art flächenwirksamen Prämie unterstützt werden. Dazu Julia Klöckner: „Trotz der bereits auf den Weg gebrachten Hilfen stehen viele Waldeigentümer vor dem Nichts, ihnen fehlt Liquidität. Wir dürfen nicht zulassen, dass sie ihre Wälder aufgeben. Mit einer flächenwirksamen Prämie, die 2020 und 2021 ausgezahlt werden soll, wollen wir uns dem entgegenstellen.“
Investitionsprogramm für Wald und Holz
„Zusätzlich wird es ein Investitionsprogramm für Wald und Holz geben, dass mit 100 Millionen. Euro untersetzt ist“, so die Bundeswaldministerin. Forstbetrieben und forstlichen Dienstleistungsunternehmen soll durch Investitionszuschüsse der Zugang zu moderner Technik und IT-Unterstützung erleichtert werden: Gefördert werden sollen zum Beispiel Nasslagertechnik, mobile Sägewerke oder Technik zur mobilen Rundholzvermessung oder Investitionen in den vorbeugenden Waldbrandschutz.
Für Maßnahmen zur Modernisierung der Holzwirtschaft und der Stärkung des klimafreundlichen Bauens mit Holz stehen noch einmal 100 Millionen Euro bereit. Der Fokus soll dabei auf Chancen der Digitalisierung und Standardisierung bei Prozessen und Produkten, aber auch auf den Erfordernissen zur Optimierung von Verfahren und Techniken z.B. im Bereich der verstärkten Laubholzverwendung liegen – aufgrund des Umbaus der Wälder.
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