Öl- und Proteinpflanzen auf europäischen Feldern
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Während die Produktion von Raps, Sonnenblumen, Sojabohnen und Öllein in der EU um rund 9,5 Prozent zulegen könnte, wächst die Erzeugung der Leguminosen Ackerbohne, Futtererbse und Lupine um 4,5 Prozent.
Die EU-Rapserzeugung wird dieses Jahr, bei nahezu unveränderter Fläche, gegenüber dem Vorjahr um voraussichtlich 3,4 Prozent auf 16,7 Millionen Tonnen steigen. Sie bleibt aber dennoch 4,5 Prozent unter dem langjährigen Durchschnitt. Frankreich, im vergangenen Jahr hinsichtlich der Fläche noch auf Platz eins der Rapserzeuger, wird 2021 voraussichtlich die Führungsposition an Deutschland abgeben. Der Rapsanbau in Frankeich geht voraussichtlich um elf Prozent auf 989.000 Hektar zurück. Das sind 27,1 Prozent weniger als im langjährigen Mittel. Auch die Ernte wird mit 3,19 Millionen Tonnen fast 28 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre geschätzt.
In Deutschland steht Raps zur Ernte 2021 auf 998.000 Hektar. Es wird erwartet, dass die deutschen Anbauflächen gegenüber 2020 um rund 40.000 Hektar ausgeweitet wurden. Unter den Top drei in der EU ist Deutschland das einzige Land, in dem gegenüber dem Vorjahr mehr Raps ausgesät worden war. Die Erzeugung prognostizieren die Experten auf rund 3,75 Millionen Tonnen, was ein Plus von 234.000 Tonnen gegenüber dem Vorjahr wäre. Damit würde das Ergebnis nur knapp zwei Prozent den Durchschnitt verfehlen.
Öllein spielt, verglichen mit Raps und Soja, in der EU eine untergeordnete Rolle. Für dieses Jahr wird eine Ernte von 102.000 Tonnen erwartet und gegenüber dem langjährigen Durchschnitt ein Plus von 38,3 Prozent. Der Großteil des Öllein in der EU stammt aus Frankreich. Dort werden 2021 voraussichtlich 78.000 Tonnen auf einer Fläche von 42.000 Hektar erzeugt, 24.000 Tonnen mehr als im Vorjahr.
In der EU werden im Jahr 2021 voraussichtlich auf 1,48 Millionen Hektar Hülsenfrüchte, ausgenommen von Sojabohnen, angebaut. Die Erzeugung steigt dabei um 158.000 auf 3,7 Millionen Tonnen. Frankreich weitet seine Flächen voraussichtlich um 17.000 auf 329.000 Hektar aus. Die Futtererbsenernte in Frankreich könnte 840.000 Tonnen erreichen, was sowohl Vorjahresvolumen als auch den Durchschnitt um ein Drittel übersteigen würde.
In Deutschland stehen mit schätzungsweise 161.000 Hektar rund 14.000 Hektar mehr Eiweißpflanzen. Die Ernteprognose liegt bei 321.000 Tonnen Futtererbsen und 209.000 Tonnen Ackerbohnen. Während der Lupinenanbau in Deutschland bei rund 29.000 Hektar stagniert, ist die kleine Fläche in Frankreich sogar noch geringer geworden. Für 2021 wird ein Anbau auf etwa 5.000 Hektar erwartet, im Vorjahr waren es immerhin 8.000 Hektar.
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