Geben Sie einen Suchbegriff ein
oder nutzen Sie einen Webcode aus dem Magazin.

Geben Sie einen Begriff oder Webcode ein und klicken Sie auf Suchen.
Biofach 2021

Schaffen wir 25 Prozent Öko bis 2030?

Mit der "Farm to Fork" Strategie kommt das Ziel, die ökologisch bewirtschaftete Fläche in der EU bis 2030 auf 25 Prozent zu steigern. Ist dieses Ziel mit der neuen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und der neuen EU Öko Verordnung 2018/848 erreichbar?
Veröffentlicht am
/ Artikel kommentieren
Jonas Klein
Artikel teilen:

Um die 25 Prozent zu erreichen, braucht es nach Aussage von Wolfgang Burtscher, Director General der European Commission DG Agriculture and Rural Development, noch viele Anstrengungen über die gesamte Wertschöpfungskette. Vor allem sei die Landwirtschaft gefragt, umzustellen. Das neue GAP wirdam 1. Januar 2023 kommen – und kann laut Wolfgang Burtscher die Rahmenbedingungen liefern, um die 25 Prozent ökologisch bewirtschaftete Fläche in der EU zu erreichen.

307 Mrd. Euro stehen laut Burtscher für den GAP-Zeitraum bereit und sollen auch den Klimaschutz in der Landwirtschaft voranbringen und weiterhin Anreize zum Umstellen schaffen. 30 Prozent von der zweiten Säule der GAP gehen in Umweltmaßnahmen. Bisher wurde der Ökolandbau aus dieser Säule finanziert. Ziel sei, diese Summe zu erhöhen. Das Geld dafür könnte unter anderem aus dem Topf für benachteiligte Gebiete kommen.
Zweite Finanzierungsquelle zum Erreichen der 25 Prozent seien die Eco-Schemes aus der ersten GAP-Säule. Das EU-Parlament ziele sogar darauf ab, 30 Prozent der Mittel aus der ersten Säule in Form von Eco-Schemes zu vergeben. Eco-Schemes sind Hilfsinstrumente, um Anreize für Landwirtinnen und Landwirte zu schaffen, nachhaltiger zu wirtschaften.

Der Markt und Erzeuger sind bereit

Kann der Markt die 25 Prozent ökologisch bewirtschaftetes Land aufnehmen? Viele Verbraucher sind laut Jan Plagge, Präsident von Bioland e.V., bereit für die ökologische Transformation des Marktes. Beim kommenden GAP sei das Budget nicht die wesentliche Hürde, um auf 25 Prozent Ökofläche zu kommen. Die Wertschöpfungskette sei bereit, ihren Teil beizutragen. Von eu-politischer und von landwirtschaftlicher Seite aus seien die Bedingungen für die 25 Prozent also erfüllbar.

„Aber in der Mitte – in der Implementierung der Gesetzgebung der einzelnen Länder – können wir scheitern“, erklärte Plagge. Einige Länder würden Erzeugerinnen und Erzeugern noch keinen angemessenen Anreiz für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bieten. Als Beispiel nannte Plagge Österreich. In manchen Ländern schrumpfe die Ökofläche sogar. Die Kommission müsse prüfen können, ob in den Mitgliedsstaaten tatsächlich Anreize zur Umstellung auf den Ökolandbau gegeben werden, um die Entwicklung weiter voranzutreiben.

0 Kommentare
Was denken Sie? Artikel kommentieren

Zu diesem Artikel liegen noch keine Kommentare vor.
Schreiben Sie den ersten Kommentar.

Artikel kommentieren
Was denken Sie? Artikel kommentieren
Ort ändern

Geben Sie die Postleitzahl Ihres Orts ein.