Kartoffelwirtschaft in den Niederlanden sehnt Öffnung der Gastronomie herbei
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Die Zeit von Weihnachten bis einschließlich der Neujahrswoche wird von den Verarbeitern in der Regel zur Durchführung von Wartungsarbeiten genutzt, sodass die Produktion in dieser Zeit weitgehend zum Erliegen kommt. Wichtiger für den Markt ist die Perspektive nach den Feiertagen. Wird die Einführung der Impfung in den Niederlanden und in der EU in den ersten Monaten des Jahres 2021 reibungslos verlaufen?
Am Kartoffelmarkt fiebert man der Wiedereröffnung des Gastgewerbes und der daran angeschlossenen Unternehmen hin. Denn für den Verkauf frischer Pommes frites ist dies von großer Bedeutung, zusätzlich zu den regulären Verkäufen gefrorener Pommes, die ihren Absatz vor allem im Einzelhandel und am Exportmarkt finden.
Bei den Börsennotierungen gab es zuletzt keine Bewegung. Das Preisniveau ist unverändert niedrig geblieben, obwohl die Geschäftsaktivitäten immerhin stetig sein sollen. Die Exporte laufen sogar besser als erwartet. Die Verarbeiter konzentrieren sich nach wie vor auf Kontraktware. Überschüsse finden aber stetig ihren Weg an alternative Absatzmärkte. Dadurch bauen sich kaum Angebotsüberhänge auf.
Das Frühjahr 2021 dürfte eine entscheidende Periode werden. Entweder wird es am niederländischen Frittenrohstoffmarkt ein Überangebot schlecht haltbarer Partien geben oder aber die Industrie wird in der Lage sein, ihre Kapazitäten zu erweitern und höher auszulasten. Aktuell gibt es Anzeichen für eine Erholung der Nachfrage auf dem Pommes Frites-Markt. In diesem Fall besteht eine größere Chance, dass die Niedrigpreise 2021 ins Plus finden.
Die Kartoffelbörse PotatoNL notierte für Pommes Frites geeignete Kartoffeln für Bestimmungen in den Niederlanden, Belgien und Deutschland in der 50. Kalenderwoche 2,75 bis 3,50 Euro je Dezitonne und damit eine stabile Notierung. Pommes Frites geeignete Kartoffeln außerhalb dieser Bestimmungsmärkte wurden aufgrund fehlender Transaktionen erneut nicht notiert.
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