Milchaufkommen auf Sieben-Jahrestief
Die Milchanlieferung in Deutschland war 2021 nahezu durchgängig niedriger als im Vorjahr. Vor allem im letzten Drittel wurden die Vorjahresmengen zunehmend unterschritten. Von Januar bis Dezember erfassten die Molkereien insgesamt bundesweit rund 31,9 Millionen Tonnen Kuhmilch. Das waren schalttagsbereinigt 1,6 Prozent weniger als 2020 und gleichzeitig das niedrigste Rohstoffaufkommen seit 2014.
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Neben dem weiteren Bestandsabbau bei den Milchkühen haben sich im vergangenen Jahr die schlechten Qualitäten beim Grundfutter und die stark gestiegenen Produktionskosten ausgewirkt. Zukauffuttermittel haben sich stark verteuert. Milchleistungsfutter erreichten neue Höchststände, was den Einsatz unattraktiv gemacht hat. Auch Futtergetreide und Ölschrote waren sehr hochpreisig. Hinzu kamen gestiegenen Kosten für Energie, Diesel, Dünger und weitere Betriebsmittel. Das hat in der Summe die Produktion gedämpft.
Mehr Öko-Milch
Bei Milch aus konventioneller Erzeugung sanken die Mengen 2021 im Vorjahresvergleich um durchschnittlich 2,0 Prozent. Milch aus ökologischer Erzeugung legte hingegen mengenmäßig zu. Mit 2,9 Prozent hat sich das Wachstum jedoch weiter abgeschwächt. Der Anteil der ökologisch erzeugten Milch am Gesamtmilchaufkommen nahm dadurch auf 4,1 Prozent zu.
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